Gibellina Nuova
Vor gut 40 Jahren, am 15. Januar 1968 gab es im Belice-Tal ein schweres Erdbeben, das tausende Menschen obdachlos machte. Ein Dorf wurde sogar völlig zerstört: Gibbelina.
Einige Kilometer ertfernt wurde eine neue Siedlung errichtet; es sollte ein Symbol für den Fortschritt in der Region werden. International bekannte Architekten bauten das neue 'Gibellina Nuova', doch sie ignorierten dabei die Gewohnheiten und Bedürfnisse der Landbevölkerung. Seitdem bröckelt der Beton der viel zu großen Gebäudekomplexen vor sich hin: riesige, menschenleere Plätze mit ehemals modernen Kunstobjekten flimmern in der Hitze. Vor allem die Kugel-Kirche, seit ihrer Erföffnung Bauruine, zeugt vom grandiosen Scheitern.

Dort, wo das alte Gibellina stand, passierte etwas noch Außergewöhlicheres: Die Fläche des Dorfes wurde meterdick zubetoniert.
